Psychotherapie

Die Psychotherapie ist das älteste Naturheilverfahren der Welt. Schon immer waren Zuwendung, Zuhören, Einfühlungsvermögen und Anteilnahme in der Beziehung zu anderen Menschen wesentlich. Damit konnte oft mehr geholfen werden, als mit medizinischen Eingriffen oder Medikamenten. Die Fähigkeit mit einem Menschen eine persönliche Beziehung aufzubauen, ist Basis jeden ärztlichen Handelns.

Sämtliche durchgeführte Studien belegen, dass in der Psychotherapie die persönliche Beziehung zwischen Arzt und Patient der entscheidende Wirkfaktor ist. Im Bereich der Psychotherapie gibt es viele verschiedene theoretische Krankheitsmodelle mit daraus entwickelten Therapieformen. Aber jede Methode ist nur so gut, wie der Therapeut, der sie anwendet. Der Erfolg hängt eben vom Aufbau einer tragfähigen Beziehung zwischen Therapeut und Klient ab.

Im Wesentlichen steht hinter allen psychotherapeutischen Theorien ein ganzheitlicher Denkansatz, der den Menschen als Gesamtkomplex von vielen Teilbereichen versteht, die harmonisch ineinander greifen. Wird nun ein Teilbereich gestört, kommt es gleichfalls zu Störungen in anderen Bereichen. Seelische Probleme gehen oft mit körperlichen Beschwerden einher, z.B. Muskelverspannungen, Magenschmerzen, Herzklopfen, Kopfschmerzen. Aber auch körperliche Erkrankungen zeigen psychische Begleitsymptome (z.B. eine Grippe mit Unruhe und Reizbarkeit, ein Herzanfall mit Angst und Beklemmung).

Zur Gesunderhaltung ist es jedoch wesentlich, zu innerer Ausgeglichenheit und zu seelischem Wohlbefinden zu kommen. Aber was viele Menschen krank macht, ist der Umgang mit Gefühlen. Wir haben von Kindheit an gelernt, Gefühle zu verdrängen, uns zusammenzureißen, einfach immer zu funktionieren. Gefühle wie Angst, Unsicherheit oder Traurigkeit werden als Schwäche gedeutet. So lernen wir, uns zu verstellen, was viel Kraft kostet. Diese Kraft ständig aufzubringen fordert irgendwann einen hohen Preis: es treten psychische Störungen (z.B. Depression, Ängste) oder psychosomatische Beschwerden (z.B. Verdauungsbeschwerden, Herzrhythmusstörungen) auf.

Um persönliche Eigenschaften und Merkmale herausarbeiten zu können sind im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung daher zum Verständnis der Zusammenhänge die individuelle Lebensgeschichte und Lebenssituation wichtig. Der Therapeut gibt Hilfestellung zur Wahrnehmung, zum Verständnis der Probleme und zum Umgang mit denselben. Zusätzlich vermittelt er Bewältigungsansätze und aktiviert vorhandene Ressourcen (Kraftquellen), damit der Klient selbständig mit Konflikten umgehen lernt.

In der Psychotherapie werden Kurzzeittherapien, die fokuszentriert ein Problem bearbeiten, und Langzeittherapien, die grundsätzlicher ein Problem angehen, unterschieden. Zur Feststellung der Notwendigkeit einer psychotherapeutischen Behandlung sind sogenannte probatorische Sitzungen möglich. Zur Durchführung der Psychotherapie muss dann vorher von den Krankenkassen über einen schriftlichen Antrag eine Genehmigung eingeholt werden.

In meiner Praxis biete ich die Psychotherapie aus persönlichen Gründen nur noch als Privatleistung als tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie mit Elementen aus der Mal- und Gestalttherapie an, wodurch o.g. Bedingungen besonders gut erfüllt werden können.